
Desk: Champions League
Einen Tag nach den schweren Ausschreitungen in Frankreich zieht Paris eine ernüchternde Bilanz – und in London fährt Arsenal mit dem Premier-League-Pokal durch die Straßen. Der Kontrast zwischen den beiden Finalisten könnte kaum größer sein.
Während Arsenal am Sonntagnachmittag seinen Premier-League-Titel mit einer Busparade durch London feierte, kämpfte Paris mit den Folgen einer Krawallnacht. Spiegel berichtet, dass die Gunners die Feierlichkeiten trotz der Champions-League-Niederlage gegen PSG mit ihren Fans begingen – ein Bild des kontrollierten Jubels, das sich von den Szenen in Frankreich deutlich abhebt.
In Paris dagegen laufen die Ermittlungen nach einer Nacht voller Gewalt. Rund 8.000 Polizisten waren in der Hauptstadt im Einsatz, landesweit wurden 416 Personen festgenommen, davon allein 283 im Großraum Paris. The Guardian beschreibt, wie Feiernde Barrikaden errichteten, Autos in Brand steckten und Wurfgeschosse auf Einsatzkräfte schleuderten. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Massen zu zerstreuen.
Parallel zur Aufarbeitung der Krawalle beginnt die sportliche Einordnung des PSG-Erfolgs. Welt analysiert, welche Lehren der FC Bayern aus dem Weg der Pariser ziehen könnte – Karl-Heinz Rummenigge lobte das Modell von Trainer Luis Enrique ausdrücklich. Der Spanier formte PSG ohne klassische Starallüren zu einem geschlossenen Kollektiv, das nun zum zweiten Mal in Folge die Champions League gewonnen hat. Tagesschau hält fest, dass Enrique in Paris bereits als Kandidat für eine Statue gilt – ein Sinnbild für den Wandel des Klubs unter seiner Führung.
Der Kontrast des Sonntags bleibt bemerkenswert: London feiert geordnet, Paris räumt auf. Für PSG und seine Fans beginnt nun die Frage, wie ein Triumph gefeiert werden kann, ohne dass er in Gewalt umschlägt.
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00:391 Jun 2026news.google.com