
Desk: Musik-Konzerte
Die Stadt Reggio Emilia in der norditalienischen Region Emilia-Romagna hat zwei geplante Konzerte der amerikanischen Rapper abgesagt. Grund sind Sicherheitsbedenken und Vorwürfe gegen West wegen antisemitischer Äußerungen.
Die italienischen Behörden haben die für Juli geplanten Auftritte von Kanye West und Travis Scott in Reggio Emilia untersagt. Der Präfekt der Stadt begründete die Entscheidung mit "Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit". Die beiden Konzerte sollten vor bis zu 100.000 Menschen stattfinden.
Die lokale jüdische Gemeinde hatte Bedenken gegen Wests Auftritte geäußert, da der 48-jährige Rapper seit Jahren wegen antisemitischer Aussagen in der Kritik steht. Die Absage folgt auf mehrere Konzertverbote in anderen europäischen Ländern innerhalb der vergangenen Wochen – Frankreich, Großbritannien, die Schweiz und Polen hatten bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen.
Für West ist dies bereits die dritte Absage innerhalb von sechs Wochen. Die italienischen Behörden verwiesen auch auf die Stornierungen anderer West-Konzerte, die bei ihrer Entscheidung eine Rolle gespielt hätten. Die Sicherheitsbedenken beziehen sich auf die Unmöglichkeit, die Sicherheit einer so großen Menschenmenge über zwei Nächte hinweg zu garantieren.
Die Entscheidung zeigt ein Muster: Mehrere europäische Länder haben in jüngster Zeit Konzerte von West untersagt oder erschwert. Während die Niederlande dem Rapper zunächst Auftritte erlaubten, setzen andere Länder auf Verbote. Die italienische Absage unterstreicht, wie kontrovers Wests öffentliche Auftritte in Europa geworden sind – nicht nur wegen seiner künstlerischen Arbeit, sondern vor allem wegen seiner politischen Äußerungen und ihrer Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit.
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