
Desk: Parlamentswahlen
Ministerpräsident Robert Abela führt die sozialdemokratische Labour Party zu einem historischen Sieg. Mit 51,8 Prozent der Stimmen sichert sich die Partei eine beispiellose vierte Amtszeit im kleinsten EU-Land.
Die Labour Party in Malta hat die Parlamentswahl gewonnen und damit ein historisches Ergebnis erreicht. Mit 51,8 Prozent der Stimmen setzt sich Ministerpräsident Robert Abela deutlich gegen die konservative Opposition durch. Der Oppositionsführer Alex Borg gesteht seine Niederlage ein.
Das Ergebnis ist für europäische Verhältnisse ungewöhnlich: Vier aufeinanderfolgende Wahlsiege sind in modernen Demokratien selten. Die Labour Party bleibt damit an der Macht und kann eine vierte Amtszeit antreten – ein Erfolg, von dem deutsche Sozialdemokraten derzeit nur träumen können.
Doch der Wahlkampf war von Vorwürfen geprägt. Die Opposition warf der Regierung Korruption und Vetternwirtschaft vor. Borg hatte vergeblich versucht, diese Themen ins Zentrum der Debatte zu rücken. Trotzdem behielt Abelas Partei die Oberhand.
Das Wahlergebnis zeigt stabile politische Verhältnisse im kleinsten EU-Mitgliedstaat. Allerdings fiel der Vorsprung knapper aus als bei der vorherigen Wahl vor vier Jahren. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Wähler zwar der Labour Party vertrauen, aber mit weniger Begeisterung als früher.
Die Feierlichkeiten in Malta waren groß: Abela erklärte den Sieg als historisch und betonte damit die Bedeutung des vierten Mandats. Die Labour Party kann sich nun auf eine neue Legislaturperiode vorbereiten und ihre Politik fortsetzen.
Sources
12:39 AMJun 1, 2026sn.at