Mit dem Einzug ins Ziel am Circus Maximus in Rom ist Jonas Vingegaard offiziell der achte Fahrer der Geschichte, der alle drei Grand Tours gewonnen hat. Der Schlusstag brachte aber auch eine Schlagzeile abseits des Rosas: Lorena Wiebes wurde wegen eines zu leichten Fahrrads von der Rundfahrt ausgeschlossen.
Der Giro d'Italia 2026 ist Geschichte. Nachdem Tagesspiegel berichtet, dass Jonas Vingegaard seinen Triumph in Rom bejubeln konnte, steht der Däne nun in einer Reihe mit Eddy Merckx, Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome – als achter Fahrer überhaupt, der Tour de France, Vuelta a España und Giro d'Italia gewonnen hat. Die Abschlussetappe nach Rom endete mit einem Massensprint, den der Italiener Jonathan Milan am Circus Maximus für sich entschied, wie FAZ meldet.
In der Gesamtwertung komplettierte Felix Gall das beste Ergebnis eines Österreichers in einer der drei großen Rundfahrten: Der Tiroler beendete den Giro als Zweiter hinter Vingegaard, wie Neue Zürcher Zeitung festhält. Für Gall ist es ein historischer Moment für den österreichischen Radsport.
Der sportliche Glanz des Finaltags wurde jedoch durch eine Disqualifikation getrübt. Lorena Wiebes, die Siegerin der ersten Etappe des Giro Donne, wurde nachträglich von der Rundfahrt ausgeschlossen, weil ihr Fahrrad 20 Gramm unter dem vorgeschriebenen Mindestgewicht lag. Ihr Team SD Worx kritisierte die Strafe als unverhältnismäßig hart, wie The Guardian berichtet. Die Regelkonformität des Materials liegt in der Verantwortung der Teams, doch die Debatte über die Strenge der Sanktion dürfte den Radsport noch beschäftigen.
Ebenfalls im Hintergrund: Tadej Pogačar, Vingegaards schärfster Rivale auf der Weltrangliste, könnte laut Welt einen wichtigen Helfer für die Tour de France verlieren – ein Busunfall überschattet die Vorbereitung des Titelverteidigers auf das nächste Grand-Tour-Duell mit Vingegaard.
Mit dem Giro-Sieg schreibt Vingegaard jedenfalls Radsportgeschichte. Zwei Tour-de-France-Titel, eine Vuelta und nun der Giro: Der Däne hat in wenigen Jahren eine Dominanz aufgebaut, die ihn in die Diskussion um die größten Fahrer aller Zeiten bringt.
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