Während Temperaturen in weiten Teilen Indiens über 45 Grad Celsius klettern, melden Krankenhäuser einen deutlichen Anstieg schwerer Hitzekomplikationen. Gleichzeitig warnen Meteorologen vor zwei bis drei weiteren Hitzewellen im Juni.
Die Lage in Indien spitzt sich weiter zu. Reuters berichtet, dass zahlreiche Landesteile Temperaturen von über 45 Grad Celsius verzeichnen – ein Wert, der selbst für den indischen Sommer außergewöhnlich ist. Über 40 Distrikte sind von der anhaltenden Hitzewelle betroffen, das öffentliche Leben steht vielerorts still.
Besonders alarmierend ist die Situation in den Notaufnahmen. Ärztinnen und Ärzte sehen laut Público rund um die Uhr Patientinnen und Patienten mit schweren Komplikationen durch anhaltende Hitzeexposition – darunter Hitzschlag, Organversagen und Bewusstlosigkeit. Die Fälle seien deutlich ernster als in früheren Hitzephasen, berichten Mediziner aus mehreren Städten.
Ein Ende ist nicht in Sicht: Der meteorologische Dienst prognostiziert laut Liverpool Echo für den laufenden Monat zwei bis drei weitere Hitzewellen. Das verschärft den Druck auf Gesundheitssystem, Schulen und Infrastruktur erheblich.
Besondere Aufmerksamkeit gilt vulnerablen Gruppen. Eine Großstudie, die 36,6 Millionen Sommergeburten in Europa analysierte, zeigt laut wattsupwiththat.com einen klaren Zusammenhang zwischen Hitzeexposition und erhöhtem Frühgeburtsrisiko. Obwohl sich die Studie auf Europa bezieht, unterstreicht sie, was Geburtsmedizinerinnen in Indien schon länger beobachten: Extreme Hitze gefährdet Schwangere und ihre ungeborenen Kinder überproportional stark.
Parallel dazu warnen Klimaforscherinnen und -forscher laut Bloomberg vor einer Zunahme von Fehlinformationen rund um Hitzewellen in sozialen Netzwerken – ein Phänomen, das Präventionsbotschaften der Gesundheitsbehörden untergräbt und im schlimmsten Fall Leben kostet. Experten fordern schnellere Faktenchecks und eine koordiniertere Kommunikation der Behörden.
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