Bei einer CDU-Klausur im Sauerland demonstriert die Unionsspitze Geschlossenheit hinter Friedrich Merz. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst warnt vor Personalspekulationen und sichert dem Kanzler volle Unterstützung zu.
Die tagelangen Gerüchte über einen möglichen Kanzlertausch in der Union bekommen heute eine klare Antwort: Die CDU-Spitze schließt Reihen hinter Friedrich Merz. Bei einer internen Klausur im Sauerland treffen sich Merz und NRW-CDU-Chef Hendrik Wüst – ausgerechnet jener Politiker, dessen Name in den Spekulationen als potenzieller Gegenkandidat kursierte.
Wüst sichert Merz die volle Unterstützung der CDU Nordrhein-Westfalen zu und warnt dabei explizit vor "Personalspekulationen". Der Ministerpräsident nennt die Gerüchteküche "Quatsch" und betont damit, dass es für einen Wechsel an der Spitze keine Grundlage gibt. Merz seinerseits lobt die Arbeit Wüsts in NRW – ein gegenseitiges Schulterklopfen, das die Einheit demonstrieren soll.
Die Spekulationen waren in der vergangenen Woche hochgekocht, nachdem angebliche Gedankenspiele in der Union zu einem Kanzlertausch öffentlich wurden. Mehrere Unionspolitiker sollen intern diskutiert haben, ob Merz die richtige Besetzung für das Kanzleramt ist. Das Treffen im Sauerland ist nun die erste große öffentliche Reaktion auf diese Gerüchte – und sie fällt eindeutig aus.
Die CDU-Spitze demonstriert Einigkeit beim Sauerland-Treffen, indem sie sich bewusst zusammen zeigt und Spekulationen abblockt. Damit soll auch nach außen signalisiert werden, dass die Union geschlossen in die kommenden Aufgaben geht. Parallel dazu besucht Merz das Grab von Walter Lübcke und trifft Angehörige des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten – ein Termin, der zeigt, dass der Kanzler sich auch mit historischen Verantwortungen der Union auseinandersetzt.
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