Ressort: Ukraine-Russland-Krieg
Nach dem jüngsten Drohnengeschehen rund um Saporischschja eskaliert der Krieg auf zwei neuen Ebenen: Russland trifft Kiew und Dnipro in der Nacht mit einem Großangriff, der mindestens fünf Menschen tötet – während die Ukraine gleichzeitig zwei seltene russische Spezialflugzeuge weit hinter der Front zerstört.
In der Nacht auf heute hat Russland Kiew und Dnipro mit Raketen und Drohnen angegriffen. Welt meldet mindestens fünf Tote und zahlreiche Verletzte; in Kiew stürzte ein Wohngebäude ein, weitere Menschen wurden unter Trümmern befürchtet. Spiegel berichtet, dass die Angriffswelle zu den schwersten auf die ukrainische Hauptstadt seit Wochen zählt – Luftalarm galt stundenlang für weite Teile des Landes.
In Dnipro kamen nach Angaben von ANSA mindestens vier Menschen ums Leben, in Kiew ein weiterer. Rettungskräfte arbeiteten sich durch Trümmer, während Behörden vor Ort vor weiteren Einschlägen warnten. Am Morgen stieg die Zahl der Verletzten auf mehrere Dutzend, NDR zufolge wurden Wohnviertel, Infrastruktur und ein Krankenhaus beschädigt.
Parallel dazu meldete Kiew am Nachmittag einen strategisch bedeutsamen Treffer: Ukrainische Drohnen zerstörten zwei russische Spezialflugzeuge weit entfernt von der Frontlinie. Tagesspiegel berichtet, dass es sich um seltene Maschinen handelt, deren Verlust Russlands Fähigkeit zur Aufklärung und Koordination – auch mit Blick auf mögliche NATO-Konfrontationsszenarien – erheblich einschränkt. Derartige Treffer tief im russischen Hinterland gelten als Zeichen einer wachsenden ukrainischen Reichweite.
Am frühen Abend warnte der Kreml intern vor den wirtschaftlichen Folgen des Krieges. Handelsblatt berichtet, dass russische Stellen den Krieg gegen die Ukraine als zunehmend kostspielig einschätzen – ein ungewöhnlich offenes Signal aus Moskau, das Beobachter als Hinweis auf wachsenden Haushaltsdruck werten.
Der Tag zeigt damit eine doppelte Dynamik: Russland setzt seine Angriffe auf die Zivilbevölkerung fort und erhöht den Druck auf Kiew, während die Ukraine mit gezielten Schlägen auf hochwertige militärische Ziele antwortet und Moskau zunehmend in die Defensive zwingt – sowohl militärisch als auch fiskalisch.
Fontes
06:352/06/2026news.google.com
