Ressort: Alterações climáticas
Die Weltwetterorganisation stuft die Wahrscheinlichkeit eines moderaten bis starken El-Niño-Ereignisses ab Sommer 2025 auf 80 Prozent hoch. Experten rechnen mit einer Welle extremer Wetterereignisse weltweit – und warnen, dass 2027 zum heißesten Jahr der Aufzeichnungsgeschichte werden könnte.
Die Weltwetterorganisation (WMO) hat eine dringende Klimawarnung herausgegeben: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent entwickelt sich zwischen Juni und August ein El-Niño-Ereignis, das laut WMO moderat bis stark ausfallen könnte. Tagesspiegel berichtet, dass die UNO-Behörde dabei ausdrücklich vor steigenden Temperaturen und mehr Extremwetterereignissen weltweit warnt.
Die Grundlage für diese Einschätzung liefern ungewöhnlich hohe Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Pazifik. Zeit Online erklärt, dass El Niño die ohnehin durch den Klimawandel angetriebene Erderwärmung zusätzlich verstärkt – mit direkten Folgen für Lebensmittelpreise, Dürren und Überschwemmungen in verschiedenen Regionen. Besonders betroffen wären Teile Südamerikas, Australiens und Südostasiens, während Europa mit milderen, aber unberechenbaren Wetterlagen rechnen müsste.
Die Prognosen reichen bis in den Sommer 2026: Stern schreibt, dass das Phänomen bis November anhalten und 2027 möglicherweise zum wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen machen könnte. Experten rätseln noch, wie genau sich das Ereignis auf einzelne Regionen auswirken wird – die Unsicherheit über Intensität und Dauer bleibt hoch.
Auch auf der Südhalbkugel schlagen Meteorologen Alarm: stuff.co.nz meldet, dass Wetterprognosen für Neuseeland eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine El-Niño-Entwicklung bis Ende des Winters anzeigen – mit trockeneren Bedingungen in vielen Landesteilen und dem Potenzial für ein historisch bedeutsames Ereignis bis zum Sommer.
Die WMO betont, dass El Niño allein nicht für alle kommenden Extremereignisse verantwortlich ist, aber als Verstärker wirkt: In Kombination mit dem langfristigen Klimawandel erhöht das Phänomen die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen, Waldbränden und Starkregen erheblich. Handelsblatt hebt hervor, dass Lieferketten und Rohstoffmärkte – von Kakao bis Weizen – bereits auf die Prognosen reagieren.
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