Ressort: Aktienmarkt
Die Aktie des französischen Biotechunternehmens Abivax ist um über 30 Prozent eingebrochen, nachdem die Firma Sicherheitsbedenken bei ihrem Hauptmedikament gegen Colitis ulcerosa offengelegt hat. Bei Patienten unter erhöhter Dosierung wurden Krebsfälle beobachtet.
Abivax meldete heute Morgen Ergebnisse aus der Phase-III-Studie für sein Flaggschiff-Medikament Obefazimod zur Behandlung von Colitis ulcerosa. STAT News berichtet, dass das Unternehmen positive Wirksamkeitsdaten vorlegte – das Medikament zeigte therapeutische Effektivität. Doch parallel offenbarten sich erhebliche Sicherheitsprobleme: investing.com dokumentiert, dass bei Patienten, die die höhere Dosierung erhielten, Malignome auftraten.
Die Börse reagierte prompt. Die Aktie fiel um 32 bis 33 Prozent, wie CNBC meldet. Damit verschwand auch die sogenannte M&A-Prämie – Abivax galt lange als potenzielles Übernahmeziel für größere Pharmakonzerne. Seeking Alpha analysiert, dass diese Übernahmechancen durch das Sicherheitssignal erheblich gesunken sind.
Obefazimod war Abivax' Hoffnungsträger. Das Unternehmen hatte die Substanz als Durchbruch bei der Behandlung von Entzündungserkrankungen des Darms positioniert. Die Phase-III-Daten zeigten zwar, dass das Medikament wirkt – doch die Nebenwirkungen bei höheren Dosen stellen die Entwicklung in Frage. Regulatoren werden nun prüfen müssen, ob ein therapeutischer Nutzen die Sicherheitsrisiken rechtfertigt.
Für Abivax bedeutet das einen massiven Rückschlag. Das Unternehmen muss nun mit Behörden klären, wie es mit dem Programm fortfahren kann – möglicherweise mit niedrigeren Dosierungen oder zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Investoren, die auf eine schnelle Zulassung und Übernahme gehofft hatten, verkaufen ihre Positionen.
Fontes
18:362 de jun. de 2026news.google.com
