
Ressort: Musik-Konzerte
Die Stadt Reggio Emilia hat zwei für Juli geplante Konzerte der amerikanischen Rapper untersagt. Die Behörden begründen die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken und Protesten gegen Wests antisemitische Äußerungen.
Die italienischen Behörden haben die Konzerte von Kanye West und Travis Scott in Reggio Emilia in der norditalienischen Region Emilia-Romagna verboten. Der Präfekt der Stadt begründete die Entscheidung mit "Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit". Die Shows sollten im Juli in einem Festival stattfinden und bis zu 100.000 Besucher anziehen.
Das jüdische Gemeindeorgan und lokale Organisationen hatten gegen die Konzerte protestiert und die Behörden aufgefordert, die Veranstaltungen zu untersagen. Hintergrund sind Wests jahrelange antisemitische Äußerungen, die zu massiver Kritik und mehreren Konsequenzen für den 48-jährigen Rapper geführt haben.
Laut lokalen Behörden spielte auch die Absage anderer West-Konzerte eine Rolle bei der Entscheidung. Dies ist bereits die dritte Absage für den US-Rapper innerhalb von sechs Wochen. Die Behörden warnten zudem vor Aglomerationsrisiken und möglichen Protestaktionen.
West hatte sich in der Vergangenheit mehrfach antisemitisch geäußert und damit international für Kontroversen gesorgt. Mehrere Marken und Plattformen haben daraufhin ihre Zusammenarbeit mit ihm beendet. Die Absage in Italien zeigt, wie nachhaltig diese Vorwürfe seine Karriere beeinflussen – auch Jahre nach den ursprünglichen Äußerungen.
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