Ressort: Ukraine-Russland-Krieg
Einen Tag nach den ersten Meldungen über ukrainische Drohnenangriffe verdichten sich die Folgen: Die IAEA bestätigt Schäden am Turbinengebäude des AKW Saporischschja, während die Krim den Benzinverkauf rationiert und Kiew weitere Luftabwehr aus Deutschland meldet.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bestätigt, dass eine Drohne das Turbinengebäude des russisch besetzten Kernkraftwerks Saporischschja beschädigt hat. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die gemessenen Strahlenwerte nach dem Einschlag unauffällig blieben – eine unmittelbare nukleare Gefahr besteht demnach nicht. Kiew wies russische Behauptungen, die Ukraine selbst habe das Kraftwerk angegriffen, als Propagandamanöver zurück.
Parallel dazu setzt die Ukraine ihre Drohnenkampagne gegen russische Energieinfrastruktur fort. Betroffen sind ein Öllager nahe der Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer sowie eine Raffinerie in Saratow an der Wolga, wo ein Großbrand ausbrach. Welt meldet, dass die Krim als direkte Folge der Angriffe den Benzinverkauf einschränkt – ein deutliches Zeichen dafür, dass die ukrainischen Drohnen die russische Treibstoffversorgung spürbar unter Druck setzen. Bloomberg berichtet zudem, dass die Ukraine nach eigenen Angaben auch eine Ölpipeline getroffen hat.
Auf der Abwehrseite vermeldete Präsident Wolodymyr Selenskyj via Telegram einen weiteren Rüstungslieferung: Eine zusätzliche Abschussanlage für das deutsche Iris-T-Luftabwehrsystem ist in Kiew eingetroffen. Der Deutschlandfunk berichtet, dass Selenskyj gleichzeitig internationale Partner aufforderte, die Schutzmaßnahmen rund um das AKW Saporischschja zu verstärken – angesichts der jüngsten Drohnenangriffe in der Umgebung des Kraftwerks eine drängende Forderung.
Der Spiegel berichtet, dass die ukrainische Strategie, russische Raffinerien und Öldepots systematisch anzugreifen, darauf abzielt, Moskaus Treibstoffnachschub für die Front zu schwächen. Die Angriffe auf Saratow – rund 850 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt – zeigen dabei die wachsende Reichweite ukrainischer Drohnen.
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