
Ressort: Explosion
Eine massive Detonation in einem Sprengstoff-Depot hat im Nordosten Myanmars dutzende Menschen getötet. Al Jazeera berichtet, dass die Explosion am Sonntag in Kaungtup-Dorf stattfand – das Lager gehörte einer bewaffneten Rebellengruppe und sollte Bergbau-Sprengstoff enthalten.
Die Explosion ereignete sich am Sonntag um die Mittagszeit in der Nähe von Myanmars Grenze zu China. Die taz meldet, dass das Depot Sprengstoff für Bergbauaktivitäten lagerte, der der Ta'ang-Befreiungsarmee (TNLA) gehörte – einer bewaffneten Rebellengruppe, die in der Region operiert. Die genaue Todesrate variiert in den ersten Berichten: Al Jazeera spricht von mindestens 38 Toten, während italienische Quellen von über 55 Opfern berichten.
Rettungskräfte und Hilfsorganisationen begannen sofort mit Bergungsarbeiten. Sky News berichtet, dass mehr als ein Dutzend Rettungs- und Hilfsgruppen am Montag mit Baggern und Maschinen nach Leichen suchten. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da das Gebiet in einer von Rebellengruppen kontrollierten Zone liegt und die Infrastruktur begrenzt ist.
Die Rebellengruppe TNLA geht nach Berichten der taz von einem Unfall aus. Die genaue Ursache der Detonation ist noch unklar, doch Experten vermuten, dass unsachgemäße Lagerung oder ein technischer Defekt zum Auslöser wurde. Die Region ist seit Jahren Schauplatz bewaffneter Konflikte zwischen verschiedenen Rebellengruppen und der myanmarischen Armee.
Das Unglück unterstreicht die gefährlichen Bedingungen in den von Rebellengruppen kontrollierten Gebieten Nordostmyanmars, wo Sicherheitsstandards oft minimal sind. The Hindu meldet, dass solche Explosionen in der Region wiederholt vorkommen, da illegale Bergbauaktivitäten und unsichere Sprengstoff-Lagerung weit verbreitet sind.
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