Ressort: Politische Proteste
Während Bürgermeister Mamdani der Israel-Day-Parade fernblieb, nahmen israelische Rechtsextremisten wie Bezalel Smotrich teil. Gouverneurin Hochul und jüdische Organisationen verurteilen die Teilnahme nun öffentlich.
Die Israel-Day-Parade in New York wurde zum Schauplatz politischer Spannungen: Haaretz berichtet, dass der israelische Rechtsextremist Bezalel Smotrich und Mitglieder der Partei von Minister Ben-Gvir an der jährlichen Veranstaltung teilnahmen. Das löste heftige Kritik aus New York aus.
Gouverneurin Kathy Hochul, die die Parade anführte, verurteilte Smotrichs Teilnahme scharf. Sie sprach von einer starken Verurteilung ("strongly condemns") des Auftritts des rechtsradikalen Ministers. Damit schloss sich Hochul einer wachsenden Kritik von New Yorker Amtsträgern und jüdischen Organisationen an.
Bürgermeister Zohran Mamdani, der erste muslimische Bürgermeister New Yorks, hatte die Parade bereits boykottiert – eine Entscheidung, die der Forward als richtig einordnet, weil sie gegen die Teilnahme extremistischer israelischer Politiker protestierte. Mamdani erklärte sich "beleidigt" durch die Präsenz von Smotrich und anderen Extremisten.
Die Parade offenbart tiefe Risse in New Yorks politischer Landschaft. Während amerikanische Juden das Recht haben, Israels Existenz zu feiern, wird die Einladung rechtsextremer israelischer Politiker zunehmend als problematisch wahrgenommen. Truthout dokumentiert, wie die Kontroverse auch in einem heißumkämpften Kongresswahlkampf zwischen jüdischen Kandidaten neue Gräben aufreißt.
Die Spannungen zeigen: Die Unterstützung für Israel in New York ist nicht monolithisch. Sie spaltet sich entlang der Frage, welche israelischen Politiker und Positionen die Stadt repräsentieren will.
Fontes
18:362 de jun. de 2026jta.org
