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Kirla Chronicle
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Ressort: Menschliche Evolution

Homo erectus nutzte Feuer schon vor 1,8 Millionen Jahren

Archäologische Funde in Südafrika zeigen: unsere Vorfahren manipulierten Flammen bereits 700.000 Jahre früher als bislang angenommen. Sie konnten Feuer noch nicht selbst entfachen, nutzten aber natürliche Brände gezielt.

Der Homo erectus hat sich Feuer zunutze gemacht, lange bevor er es selbst entzünden konnte. Spanische Forscher haben Überreste von Feuerstellen entdeckt, die auf ein Alter von 1,8 Millionen Jahren datiert werden – deutlich älter als bisherige Annahmen.

Die Wissenschaftler nutzten eine nicht-invasive Analysemethode basierend auf Lumineszenz, um die Feuerstellen zu untersuchen. Das Ergebnis zeigt: der Homo erectus manipulierte Flammen zwischen 1,07 und 1,79 Millionen Jahren, obwohl er die Fähigkeit zur Feuerentzündung noch nicht besaß. Es handelte sich um "opportunistisches" Verhalten – die Vorfahren nutzten natürliche Brände, etwa durch Blitzschlag ausgelöst, und lernten, diese Flammen zu kontrollieren und zu erhalten.

Feuer als Wendepunkt der Menschheit

Wahrscheinlich ereignete sich einer dieser Momente während eines Gewitters in dem heutigen Südafrika: Ein Blitz schlägt ein, Feuer entsteht, und plötzlich öffnet sich für die Vorfahren eine neue Welt. Die Flammen spendeten Wärme, Schutz vor Raubtieren und ermöglichten neue Möglichkeiten bei der Nahrungszubereitung.

Die Fähigkeit, Feuer wiederholt und bewusst zu nutzen, markiert einen Wendepunkt in der Menschheitsentwicklung. Dieser Fortschritt gilt als einer der bedeutendsten Durchbrüche unserer Spezies – nicht weil die Menschen Feuer erschaffen konnten, sondern weil sie lernten, es zu ihrem Vorteil einzusetzen. Die neuen Erkenntnisse verschieben diesen Meilenstein um Hunderttausende von Jahren in die Vergangenheit zurück und zeigen, wie früh unsere Vorfahren bereits komplexe Verhaltensweisen entwickelten.

Quellen

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