
Ressort: Unfälle
Innerhalb weniger Stunden sind am Mittwoch drei junge Menschen in Kontakt mit Bahnstromkreisen geraten und haben schwere Verletzungen erlitten. Die Unfälle ereigneten sich an Güterbahnhöfen in Kehl, auf einem unbekannten Güterbahnhof und in der Steiermark.
Ein 15-Jähriger ist am frühen Morgen am Kehler Güterbahnhof lebensgefährlich verletzt worden. Der Jugendliche kletterte auf einen Güterwagen und kam der Oberleitung zu nahe, wodurch er einen schweren Stromschlag erlitt. Er musste notfallmedizinisch versorgt werden.
Kurz darauf, gegen 07:47 Uhr, erlitt ein weiterer 15-Jähriger auf einem Güterbahnhof einen schweren Stromschlag. Details zum genauen Ort und Hergang sind noch unklar, doch auch dieser Unfall deutet auf ähnliche Umstände hin.
Am Abend verschärfte sich die Serie: Ein 22-jähriger Amerikaner kletterte in Oberaich in der Steiermark auf einen abgestellten Güterwaggon und geriet in den Stromkreis. Der Mann wurde schwer verletzt und musste mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen werden.
Die Unfallserie wirft Fragen zur Sicherheit an Bahnhöfen auf, insbesondere zum Schutz vor Hochspannungsleitungen. Güterbahnhöfe sind oft weniger überwacht als Personenbahnhöfe, und die Oberleitungen führen Spannungen, die für Menschen tödlich sein können. Experten warnen regelmäßig vor der Gefahr, die von Bahnstromkreisen ausgeht, besonders wenn Jugendliche und junge Erwachsene die Risiken unterschätzen.
Die Ursachen für die gehäufte Unfallserie sind noch unklar. Ob es sich um Mutproben, Unfälle oder andere Umstände handelt, wird derzeit untersucht. Bahnbetreiber und Behörden werden die Vorfälle analysieren, um mögliche Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.
Quellen