
Ressort: Prominenten-Nachruf
Am 1. Juni 2026 hätte Marilyn Monroe ihren 100. Geburtstag gefeiert – und die Welt hat mitgefeiert. Während Retrospektiven und Gedenkveranstaltungen rund um den Globus stattfanden, brach eine Massenversammlung in Palm Springs einen Guinness-Weltrekord.
Der Jubeltag ist da: Mehr als tausend als Marilyn Monroe verkleidete Fans versammelten sich im Stadtzentrum von Palm Springs, Kalifornien, und stellten damit einen neuen Guinness-Weltrekord für die größte Zusammenkunft von Menschen im Kostüm einer einzigen Person auf. Stern berichtet, dass die Wahl auf Palm Springs fiel, weil dort Monroes Hollywoodkarriere ihren Anfang nahm – ein symbolisch aufgeladener Ort für ein symbolisch aufgeladenes Datum.
Der Rekordversuch war nur einer von vielen Programmpunkten, mit denen Hollywood und die internationale Kulturwelt den Centenario begingen. SWR meldet, dass in Monroes Heimatstadt Los Angeles eine Reihe von Sonderveranstaltungen anlief – Filmvorführungen, Ausstellungen und Konzerte, bei denen ihr bekanntestes Lied erneut erklang. Auch in Lima zog das peruanische Kulturinstitut ICPNA mit einer Retrospektive nach, die Monroe als Komödiantin und Schauspielerin jenseits des von Hollywood aufgezwungenen Sexsymbol-Klischees würdigte.
Medienweit dominierten zwei Narrative den Tag: das der strahlenden Ikone und das der verletzlichen Norma Jeane Baker dahinter. Spiegel schreibt, dass Monroe trotz – oder gerade wegen – ihrer nur 36 Lebensjahre zu einer der wenigen wirklich dauerhaften Filmlegenden wurde, deren Bild sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. Die Spannung zwischen öffentlicher Persona und privatem Leiden bleibt dabei das eigentliche Faszinosum, das Generationen von Fans und Forschern beschäftigt.
Dass der Mythos Monroe auch im Jahr 2026 nicht verblasst, zeigt die schiere Breite der Reaktionen: von Massenveranstaltungen in Kalifornien über Gedenkfeiern in Lateinamerika bis hin zu Sondersendungen in Europa. Der 100. Geburtstag hat einmal mehr bewiesen, dass keine andere Hollywoodpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts eine vergleichbare kulturelle Halbwertszeit besitzt.
Quellen