Mette Frederiksen hat nach mehr als zwei Monaten Koalitionsverhandlungen eine neue Regierung gebildet. Die dänische Premierministerin bleibt im Amt und führt eine zentrumlinkse Koalition an.
Dänemark hat eine neue Regierungskoalition. Mette Frederiksen bestätigte am Montagabend, dass die Grundlage für die Bildung einer neuen Regierung besteht. Sie informierte daraufhin den dänischen König und traf sich mit ihm zu Gesprächen. Nach 69 Tagen seit der Wahl gelang es Frederiksen, eine zentrumlinkse Koalition zu formen, die aus den Parteien Socialdemokratiet (S), Moderaterne (M), Socialistisk Folkeparti (SF) und De Radikale besteht.
Frederiksen wird damit eine dritte Amtszeit als Premierministerin antreten. Die Parteien Enhedslisten und Alternativet werden die Regierung unterstützen, ohne selbst Teil der Koalition zu sein. Am Montagnachmittag präsentierte Frederiksen die Regierungsvereinbarung öffentlich.
Die Koalitionsbildung dauerte ungewöhnlich lange. Dänische Wahlen fanden statt, und erst nach knapp zehn Wochen intensiver Verhandlungen einigten sich die Parteien auf eine tragfähige Mehrheit. Frederiksen, die 2019 als jüngste Premierministerin Dänemarks antrat, könnte nun zu einer der am längsten amtierenden Regierungschefin des Landes werden. Analysten vergleichen ihre Kontinuität mit historischen Figuren wie Stauning, während europäische Führungskräfte in rasantem Tempo ihre Ämter verlieren.
Die neue Regierung setzt sich aus gemäßigten linken und zentristischen Kräften zusammen. Diese Konstellation ermöglicht Frederiksen, ihre Politik fortzusetzen und gleichzeitig breite parlamentarische Unterstützung zu sichern. Die Unterstützung durch die beiden kleineren Parteien gibt der Regierung zusätzliche Stabilität im Parlament.
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