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Kirla Chronicle
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Ressort: Krankheitsausbruch

*Update*: Polizei setzt Tränengas ein bei Protesten gegen Ebola-Einrichtung in Nanyuki

AI-generiertVerfasst: 2. Juni 2026, 00:59 MESZKrankheitsausbruch· laufender Verlauf

Was am Morgen als friedliche Demonstration begann, eskalierte am Montagnachmittag: Antiriot-Polizisten gingen in Nanyuki mit Tränengas gegen Hunderte von Protestierenden vor, die sich gegen ein geplantes US-amerikanisches Ebola-Quarantänezentrum auf dem Militärgelände Laikipia Airbase wehren.

Hunderte Bewohnerinnen und Bewohner von Nanyuki versammelten sich am Montagmorgen vor der Laikipia Airbase, um gegen die geplante Errichtung einer Ebola-Quarantäneeinrichtung durch die USA zu protestieren. Die kenianischen Streitkräfte (KDF) riegelten den Luftwaffenstützpunkt ab, während die Menge wuchs, wie Al Jazeera berichtet.

Gegen Mittag kippte die Stimmung: Antiriot-Polizisten setzten Tränengas ein, als die Demonstration zunehmend unruhig wurde. France 24 meldet, dass Sicherheitskräfte die Menge auseinandertrieben, nachdem Teile der Protestierenden versucht hatten, Absperrungen zu durchbrechen. Verletzte wurden zunächst nicht offiziell gemeldet.

Widerstand gegen fehlende Konsultation

Der Widerstand richtet sich gegen Pläne, auf dem gemeinsam von kenianischen und US-amerikanischen Streitkräften genutzten Stützpunkt eine Einrichtung zur Isolierung und Behandlung von Ebola-Fällen einzurichten. Anwohnerinnen und Anwohner befürchten, dass die Anlage die Region gefährdet und ohne ausreichende Konsultation der lokalen Bevölkerung geplant wurde. The Straits Times zitiert Bewohner, die sagten, sie hätten erst durch Medienberichte von dem Vorhaben erfahren.

Neben dem Protest auf der Straße wächst auch der politische und rechtliche Druck. Lokale Abgeordnete und Vertreter der Zivilgesellschaft haben sich öffentlich gegen das Projekt gestellt. The Standard berichtet, dass juristische Schritte eingeleitet wurden, um den Bau zu stoppen, solange keine transparente Umweltverträglichkeitsprüfung und keine Anhörung der Gemeinde stattgefunden haben.

Regierungen bleiben unverbindlich

Die kenianische Regierung hat sich bislang nicht eindeutig positioniert. Das Verteidigungsministerium bestätigte lediglich die Präsenz der Sicherheitskräfte rund um den Stützpunkt, ohne inhaltlich auf die Vorwürfe einzugehen. Die US-Botschaft in Nairobi äußerte sich bis Redaktionsschluss nicht öffentlich zu den Ereignissen.

Nanyuki liegt rund 200 Kilometer nördlich von Nairobi und ist Standort eines wichtigen Ausbildungszentrums, das US- und britische Truppen gemeinsam mit der kenianischen Armee nutzen. Kritiker argumentieren, die Wahl dieses Standorts für eine Seucheneinrichtung sei politisch und sicherheitstechnisch heikel – zumal Kenia bislang keinen bestätigten Ebola-Ausbruch verzeichnet hat.

Quellen

00:33 Uhr2. Juni 2026aljazeera.com
capitalfm.co.ke2. Juni 202600:33 Uhr
00:33 Uhr2. Juni 2026allafrica.com
straitstimes.com2. Juni 202600:33 Uhr
00:33 Uhr2. Juni 2026france24.com
standardmedia.co.ke2. Juni 202600:33 Uhr